Was ist das Buddy-Projekt?
Das von der Vodafone Stiftung
Deutschland ins Leben gerufene Buddy-Projekt ist ein Programm zum Erwerb
sozialer Handlungskompetenzen, das an Schulen (Klassen 5 bis 10) umgesetzt wird.
Gemäß dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen."
stärkt es Schülerinnen und Schüler, führt dazu, dass sie Verantwortung für sich
und andere übernehmen und Konflikte konstruktiv lösen.
Anhand der Erfahrungen, die sie in diesen Projekten machen, entwickeln sie
Werte und Kompetenzen fürs Leben. Das Buddy-Projekt stärkt soziale
Handlungskompetenzen wie beispielsweise Perspektivenwechsel,
Reflexionsfähigkeit, Kooperations- und Konfliktfähigkeit sowie
Kommunikationskompetenz. Das Programm wird vielseitig eingesetzt, beispielsweise
um einen Beitrag zur Sucht- und Gewaltprävention zu leisten, kooperatives Lernen
zu fördern, die Schülermitverwaltung zu stärken oder auf Schulverweigerer
einzuwirken.
Die Heinrich-Pröve-Realschule ist eine von 97 Schulen in Niedersachsen, die an dem buddy-Projekt teilnimmt.
Für dieses Projekt werden Frau Hennig, Frau Palaske, Herr Hirsch und
Herr Liebert von einer Schulpsychologin zu buddys ausgebildet, um dann
ihrerseits Schülerinnen und Schüler als buddys auszubilden.
Buddy-Projekt
HAUSAUFGABENHILFE
an der HPR Winsen
Grundsätzliche Überlegungen:
- Viele Schüler sind in der Freizeit auf sich gestellt.
- Niemand hilft ihnen bei den Hausaufgaben oder kontrolliert, ob die
Aufgaben erledigt sind.
- Viele Schüler erleben in der Schule Konkurrenzdruck und Desinteresse an
ihrer Person innerhalb der Klasse.
- Ein Mangel an sozialer Kompetenz führt zu Konflikten.
ZIEL der Hausaufgabenhilfe:
- Nachmittagsbetreuung mit Hausaufgaben-Buddys als Bereicherung der
schulischen Lernkultur (Schüler helfen Schülern).
- Allgemeine Verbesserung der „Hausaufgaben-Moral“.
Ziele auf Seiten der Schüler aus der HA-Gruppe:
- Schüler lernen unter Anleitung selbständig und eigenverantwortlich ihre HA zu erledigen.
- Positive Verstärkung durch erledigte HA oder das Abheften von Arbeitsblättern etc.
- Verbesserung der Anstrengungsbereitschaft.
- Verbesserung des sozialen Klimas unter den Schülern.
Ziele auf Seiten der Buddys:
- Training der Beratungs- und Kommunikationskompetenz.
- Stärkung des Selbstwertgefühls.
- Entwicklung einer konstruktiven Konfliktlösungskompetenz.
- Kritische Auseinandersetzung mit vorgegebenen Regeln.
- Lernen zweiter Ordnung.
Für die Hausaufgabengruppe gilt:
- Pro Gruppe nicht mehr als 6 bis 7 Kinder.
- Pro Gruppe eine Fachkraft.
- ein fester Raum
- ein fester Termin
- wenige, klare Regeln
- Regeln im Umgang mit unverbesserlichen „Stressmachern“ („Rote Karte“)
„Rote Karte“ wird vergeben, wenn Schüler wiederholt
- das Anfertigen der HA verweigern.
- das Fertigstellen der HA vortäuschen.
- Mitschüler bei den HA stören.
- Streit mit Mitschülern verursachen.
- sich den Anweisungen der Buddys widersetzen.
- oder in sonstiger Weise grob gegen die Regeln verstoßen.
Es wird ein Buch über die Verwarnungen geführt. Nach der 3. Verwarnung wird
ein Gespräch mit den Eltern geführt.
Ideen zur praktischen Umsetzung an der HPR:
Zwei Grundvoraussetzungen sind bereits erfüllt:
1. Fachkraft zur Anleitung der Gruppe ist vorhanden.
2. Buddys sind vorhanden (werden noch geschult).
- Terminvorschlag für die Gruppen: Montag oder Mittwoch jeweils
14.15 Uhr bis 15.45 Uhr (AG-Zeit, dadurch sind Mittagessen und Bustransfer geregelt)
- Angebot erst einmal nur für 5. und 6. Klassen.
- Auswahl der Schüler erfolgt durch die Klassenlehrer,
danach erfolgt Information an die Eltern mittels Formblatt.
- Anmeldung durch die Eltern erfolgt verbindlich für ein Schulhalbjahr.
- Einbindung der Buddys erfolgt nach und nach.
- Vorschlag: Buddys erhalten Entlohnung.
- Hausaufgabenhilfe kann und will keine Nachhilfe ersetzen!