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Es regnet, als wir am Spätnachmittag des 29.
Septembers die Schule betreten. Im Eingang ist alles mit einem Prosecco zur
Begrüßung vorbereitet. Langsam füllt sich der helle Vorraum der Aula und jedes
Mal schwenkt der Blick wieder zur Tür, wenn weitere Schüler dazukommen. Man
kann schon vorher durch die Glastüren schauen und raten,
wer denn die Nächsten sind. Bei den Lehrern ist es etwas einfacher
als bei den Schülern. Drinnen wird jedes Mal geraunt "...der hat sich
ja gar nicht verändert..." oder "...die hätte ich
nicht wiedererkannt..." Und plötzlich gibt es Beifall, Herr
Köhne – unser Klassenlehrer kommt
herein. Insgesamt kommen 23 ehemalige Schüler und Schülerinnen und außer
den oben schon erwähnten Lehrern auch noch Frau Schimanski und Herr Thielke.
Aus Weinheim und Bochum kommen jene mit dem weitesten Anreiseweg.
Jetzt geht es weiter in den Werkraum, in den
Geschirrspülraum - in dem zu unseren Zeiten die 10d vermutet wurde - und
schließlich den Raum, in dem die letzten Meter 1982 zurückgelegt wurden, die
10c. Schnell sind die alten Plätze eingenommen und es werden viele Fotos
gemacht. Die Bemerkung „Ja, der Körper
war hier, der Geist nicht immer!“ geht im allgemeinen Gelächter unter. Weiter geht
es zum Lehrerzimmer und dann an den Aquarien und am Sekretariat vorbei, in dem
Frau Reiswig saß. Es wird nach der Amateuerfunk-AG gefragt. Nein - die gibt es
nicht mehr. In den Vitrinen stehen die Exponate aus dem Werkunterricht und
ähneln denen von uns früher nur bedingt. Geblieben sind allerdings die
ausgestopften Tiere, die, so verrät Frau Schimanski, wohl immer noch dieselben
sind, da die Schlüssel zu den Schränken fehlen.
„...wenigstens spart man sich so das Saubermachen!“ Es geht weiter den
Flur entlang, man spürt den Geist von „Paul“ Kühn in jeder Fuge, am Kartenraum
vorbei und den fünften Klassen bis hin zur Turnhalle, die sich nicht verändert
hat. Dafür ist das Schwimmbad verschwunden. Aber auf dem Gang dorthin durch die
kalten Duschen konnten wir damals schon gut verzichten. Auf dem Rückweg durch
die Schule wird der neue Musikraum bewundert und die ehemaligen Räume von Herrn
Heilig besichtigt. Auch hier verrät uns Herr Junge Details des Pausenablaufes
aus längst vergangenen Zeiten. Auf den Stufen im Mittelteil nehmen
wir dann schließlich mit Herrn Köhne zusammen reichlich
Klassenfotos auf. Es wird viel gelacht, als sich die Lehrer mit ihren
Spitznamen anreden.
Es ist schon weit nach Mitternacht, als sich
die Letzten nach diesem tollen Klassentreffen endlich verabschieden.
4. Oktober 2007, Simone Beyer, Udo Keuns


